Was sich so eine Behörde alles für Gedanken macht:

Hier zitieren wir die Auflagen, die wir im Zuge der Duldung unserer zwei Plätze vom Amt bekommen haben. Wir freuen uns sehr über die Genehmigung, die Auflagen sind auch alle leicht machbar. Trotzdem kann man, je nachdem, schmunzeln oder sich darüber aufregen, wie so ein Amt seine Bürger umsorgen zu müssen glaubt...

1. Die Wohnwage sind gem. des vorgelegten Lageplans aufzustellen, so dass zwischen ihnen ein Mindestabstand von 3 m verbleibt. In diesen Abstandsflächen dürfen Gegenstände aus leicht entflammbarem oder hitzeempfindlichen Material nicht gelagert werden.

2. Im Bereich der Wohnwagenstandorte sind mindestens ein für die Brandklassen A,B und C geeigneter Feuerlöscher mit mindestens 6kg. Löschmittelinhalt bereitzuhalten. Daneben haben Sie als verantwortlicher Betreiber zwei zusätzliche Feuerlöscher im Gebäude bereitzuhalten.

3. Für die vorübergehende Aufnahme fester Abfallstoffe sind dichte Abfallbehälter in ausreichender Größe und zweckmäßig verteilt aufzustellen und nach Bedarf zu entsorgen. Abfallgruben sind nicht zulässig. Die beanspruchten Flächen sind sauber zu halten und vor dem Verlassen wieder in einen ordnungsgemäßen Zustand der Sauberkeit zu bringen.

4. Ordnungsgemäße sanitäre Verhältnisse sind zu gewährleisten.

5. Abwässer, die in Wohnwagen anfallen und nicht direkt in eine Kläranlage eingeleitet werden können, sind aufzufangen und nach Bedarf ordnungsgemäß zu entsorgen. Unachtsamkeiten, wie z.B. Überlaufenlassen der Behältnisse oder das Versickern in den Untergrund sind gemäß §48 i.V.m. §103 Abs. 1 Nr. 4 des Wasserhaushaltsgesetzes vom 31.07.2009 (BGBl. 1 S. 2585) in der zzt. geltenden Fassung Ordnungswidrigkeiten, die bußgeldbewehrt sind und für die sowohl der Verursacher als auch der Zeltplatzbetreiber herangezogen werden kann. Die Entsorgung solcher Abwässer in die gemeindlichen Kläranlagen kann zu erheblichen Schäden führen. Deshalb ist die Entsorgung dieser Abwässer strikt einzuhalten und geeignet zu entsorgen.

6. Es darf durch die Beanspruchung zu keiner Störung der Ruhe der Natur im Bereich des Zeltgeländes, etwa durch Lärm oder ähnliches, kommen. Insbesondere darf kein Lagerfeuer ohne die Zustimmung der örtlichen Ordnungsbehörde (ggf. Überwachen der Osterfeuer) erfolgen.

7. Die Wohnmobielstellplätze sind auf der im anliegenden Lageplan gekennzeichneten Fläche, der Bestandteil dieser Genehmigung ist, zu betreiben.


Alles klar?


Die Feuerlöscher sind montiert.

Sanitäre Anlagen gibt es nicht, sie werden laut Campingplatzverordnung auch erst ab 6 Plätzen gefordert, wir nehmen deshalb nur autarke Wohnmobile auf. Entsorgen können Sie z.B. in Tellingstedt.

Um nächtliche Ruhe bitten wir Sie schon in unserem eigenen Interesse, wir wohnen ja im Haus.

Bei den Auflagen 3,4 und 6 haben wir die Ahnung, dass hier Textbausteine aus den Regeln für Ausnahmegenehmigungen für zeltende Gruppen übernommen wurden (Die Gesetzestexte hierzu sind im Landesnaturschutzgesetz direkt verbunden mit den Regeln für das Übernachten in Wohnmobilen)...